Luise-Kiesselbach-Stiftung

Preis für Inklusion

Die Luise-Kiesselbach-Stiftung hat mit dem Preis für Inklusion 2013 erstmalig einen Preis für Mitgliedsorganisationen des Paritätischen in Bayern ausgeschrieben.

Inklusion steht für einen Perspektivwechsel im Zusammenleben von Menschen mit und ohne Beeinträchtigungen. Ging es bislang vorrangig um die individuelle Fähigkeit zur Teilhabe von Menschen mit Beeinträchtigungen, tritt in der Inklusionsdebatte der Blick auf deren Möglichkeiten zur Teilhabe neu hinzu. Statt in bestehende Strukturen zu integrieren und Nachteile auszugleichen, müssen wir heute fragen: Wie müssen die Strukturen in unserer Gesellschaft verändert werden, damit Menschen, deren Teilhabe derzeit eingeschränkt ist, nicht länger ausgeschlossen werden? Denn Inklusion bedeutet, die Fähigkeit der/des Einzelnen zur Teilhabe und die Fähigkeit der Gesellschaft, Teilhabe zu ermöglichen, in Einklang zu bringen.

Dieser Anspruch fordert nicht nur Politik und Gesellschaft in allen Lebensbereichen, sondern auch Einrichtungen und Dienste der Sozialen Arbeit. 2012 hat der undefinedParitätische in Bayern die undefined10 Forderungen zur Inklusion vorgelegt. Die 7. Forderung heißt: Inklusion braucht selbstkritische Leistungsanbieter. Das eigene Handeln kritisch zu reflektieren und zu verändern und die Idee der Inklusion auf die eigene Organisation anzuwenden, ist ein erster wichtiger Schritt.

Mit dem Preis für Inklusion 2013 der Luise-Kiesselbach-Stiftung wurden undefinedSozialteam - Soziotherapeutische Einrichtungen für die Oberpfalz und Niederbayern und der undefinedFrauennotruf München ausgezeichnet.